08|05|2015

Tourismus in Koblenz sorgt für 296 Mio. Euro Umsatz

Die Bundesgartenschau 2011 als Initialzündung und die erfolgreich gestaltete mehrjährige BUGA-Nachnutzungsphase sorgten für einen Quantensprung in der touristischen Entwicklung der Stadt Koblenz.

Der Tourismus ist inzwischen zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden und trägt einen bedeutenden Teil zur positiven Entwicklung der Stadt bei.

Erstmals wurde jetzt die wertschöpfende Bedeutung des Tourismus in Koblenz fundiert und belastbar quantifiziert. Mit beeindruckenden Ergebnissen: 2013 sorgte der Tourismus in Koblenz für Umsätze in Höhe von 296 Mio. Euro. Das geht aus einer im Auftrag der Koblenz-Touristik erstellten Studie der dwif-Consulting GmbH hervor. Laut der Studie strömten allein im Jahr 2013 rund 6,5 Mio. Tagesgäste nach Koblenz.

„Die touristischen Kennziffern steigen seit Jahren. Die Übernachtungszahlen beispielsweise lagen 2014 um 26,8% höher als im Vor-Buga-Jahr 2010. Mit der Studie wollten wir erstmals ermitteln lassen, welchen Beitrag der boomende Tourismus zur Wirtschaftskraft der Stadt leistet“, so Andreas Bilo, der Geschäftsführer der Koblenz-Touristik. „Besonders interessant war für uns auch die Ermittlung des Tagesgästeaufkommens, das ja von den amtlichen Statistiken nicht erfasst wird und dessen Wertschöpfungsbeitrag“ ergänzt Romy Zahren, die stellvertretende Geschäftsführerin der Koblenz-Touristik.

Von den ermittelten Jahresumsätzen in Höhe von 296 Mio. Euro profitierte der Einzelhandel in Koblenz mit 134,6 Mio. Euro am meisten, gefolgt vom Gastgewerbe (111,4 Mio. Euro) und den hiesigen Dienstleistungsbetrieben (50 Mio. Euro). Über 2/3 der Umsätze wurden dabei von Tagestouristen generiert (206,7 Mio. Euro), auf Übernachtungsgäste entfielen 89,3 Mio. Euro.

Auch der öffentlichen Hand spülte der Tourismus in Koblenz Geld in die Kassen: Die Einnahmen aus Mehrwert- und Einkommenssteuer beliefen sich 2013 laut der Studie auf 28,5 Mio. Euro. Die touristisch bedingten Steuereinnahmen der Stadt Koblenz summierten sich auf knapp über 5,5 Mio. Euro.

Nicht zu vernachlässigen sind auch die Beschäftigungseffekte durch den Tourismus. Laut der Studie lag der touristische Einkommensbeitrag bei 131,3 Mio. Euro. Damit könnten rein rechnerisch 5470  Personen durch den Tourismus ein durchschnittliches Primäreinkommen erzielen. 

 „Alle diese Zahlen belegen eindrucksvoll, wie wichtig der Tourismus für die Stadt Koblenz ist und wie nachhaltig die zur Bundesgartenschau und danach getätigten Investitionen wirken“, so der Koblenzer Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig.